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Zitatesammlung von Reinhard Frisch
Version 2004

Frieden

 

Der Mensch braucht die Stille:

 

 

Ein Charakteristikum moderner Erfindungen ist der Lärm, den sie machen: Eisenbahn, Kraftfahrrad, Flugzeug, Fahr-stuhl, Telephon, Schreibmaschine usw. Dagegen macht das Pflügen weniger Lärm, das Säen noch weniger und das wachsen gar keinen.

WILLIBRORD VERKADE

 

 

Wir hätten unsere Straßen nicht schneller, sondern liebevoller und damit schöner und einladender machen sollen. Ein Ort an dem ein Freund wohnt, ist ein wenig Heimat. Geschwindigkeit vernichtet Heimat, weil  F r e u n d s c h a f t  des Verweilens bedarf. An Autostraßen gibt es keine Heimat mehr, weil Eile und Lärm sie töteten. Geschwindigkeit ist laut wie die Lüge. Wahrheit ist still und langsam. Nur wer mit ruhigem Herzen warten kann, hört sie. Geschwätz ist schnell und laut. Einer fällt dem andern ins Wort. Ein  G e s p r ä c h  ist langsam und leise. Man kann nur mit jenen Menschen ein Gespräch führen, mit welchen man auch schweigen kann.

MAX THÜRKAUF

 

 

Die größten Ereignisse, das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden.

 

FRIEDRICH NIETZSCHE

 

Das ewige ist stille

Laut die Vergänglichkeit.

Schweigend geht  G o t t e s   W i l l e

Über den Erdenstreit.

WILHELM RAABE

 

 


Die Toren haben ihr Herz auf der Zunge, die Weisen haben ihre Zunge im Herzen.

AUS DEM BUCH JESUS SIRACH

 

Wer etwas zu sagen hat, spricht wenig.             

MAX THÜRKAUF

 

Und der Dumme redet endlos.                

AUS DEM BUCH KOHELET

 

Der, dem die Zeugungskraft erschlafft

Versucht `s mit Überzeugungskraft.                       

EUGEN ROTH

 

Die Wahrheit braucht nicht viele Worte. 

INDIANISCHES SPRICHWORT

 

Die Wahrheit ist so einfach, daß die Gelehrten sie oftmals nicht finden, weil sie meinen, etwas Einfaches könne nicht Wissenschaft sein.

MAX THÜRKAUF

 

Als sie den Freimut des Petrus und des Johannes sahen und merkten, daß es ungelehrte und einfache Leute waren, wunderten sie sich.

AUS DER APOSTELGESCHICHTE

 

Gewisse Bücher scheinen geschrieben zu sein, nicht, damit man daraus lerne, sondern, damit man wisse, daß der Ver-fasser etwas  g e w u ß t  hat.

JOHANN WOLFGANG VON GOETHE

 

Gönne dir einen Augenblick der  R u h e  und du begreifst, wie närrisch du herum gehastet bist.

Lerne zu schweigen und du merkst, daß du viel zu viel geredet hast.

Sei gütig und du merkst, daß dein Urteil über andere allzu hart war.

TSCHEN TSCHIJU